Bitte beachten Sie neben der "Vorgeschichte" der Bühne, die Sie hier lesen können, die weiteren Menüpunkte in dieser Abteilung, nämlich die Geschichte der einzelnen Stücke, die Erwähnung ehemaliger Spielerinnen und Spieler, die Darstellung unserer bisherigen Erfahrungen mit besonderen Zuschauern und die Liste von ausgewählten Veranstaltern, bei denen wir bisher gespielt haben, bzw spielen.

Vorgeschichte der "NEUEN PUPPENBÜHNE-ferdinand-RESCH"

Arlequin-Theater Arminio Rothstein im ORF, "Toby und Tobias",  vlnr Christine Rothstein, Evi Zabransky, Ferdinand Resch, Susanne Steiger später Resch, 1982;  Foto: Theater Arlequin Christine Rothstein
Arlequin-Theater Arminio Rothstein im ORF, "Toby und Tobias", vlnr Christine Rothstein, Evi Zabransky, Ferdinand Resch, Susanne Steiger später Resch, 1982; Foto: Theater Arlequin Christine Rothstein

Nie hättte ich mir früher gedacht, für Kinder puppenzuspielen, noch dazu mit eigener Bühne Eigenproduktionen. 1982, also mit 34 und nach meinem Studium der Psychologie, kam ich über Vermittlung des Kabarettisten Gerhard Bronner als Kulissenmaler zum Arlequin-Theater des Arminio Rothstein. Als einmal bei einer Produktion im ORF ein Puppenspieler wegen Krankheit ausgefallen ist, bin ich mit einer kleinen Rolle eingesprungen. Ab da habe ich dann bei Arminio Rothstein bei vielen Auftritten speziell im ORF aber auch im Rahmen des Puppomobils des ARBÖ als Puppenspieler mitgewirkt. Einerseits habe ich da Bekannntschaft mit der besonderen Art Arminio Rothsteins gemacht, als Clown vor der Puppenbühne gleichsam als Mittler zwischen den Kindern und den Puppen aufzutreten. Andererseits habe ich in seinem Rahmen auch Gerald Meloun kennengelernt, mit dem ich einen Freund gewonnen hatte und der mir neben Arminio selbst und seiner Frau Christine viel über das Puppenspiel beigebracht hat.

Theater Lilarum, re Traude Kossatz, li Ferdinand Resch, Puppen Traude Kossatz, zum Stück "Der Farbenkönig" von Ferdinand Resch, 1984; Fotos: Theater  Lilarum Traude Kossatz
Theater Lilarum, re Traude Kossatz, li Ferdinand Resch, Puppen Traude Kossatz, zum Stück "Der Farbenkönig" von Ferdinand Resch, 1984; Fotos: Theater Lilarum Traude Kossatz

Ab 1983 habe ich dann bei weiteren Handpuppenbühnen, die im ORF tätig waren, als Puppenspieler mitgewirkt. So bei der Puppenbühne Elfriede Rösner, bei der Handpuppenbühne Herta und Wolfgang Kindler und zuletzt ausschließlich im Theater Lilarum von Traude Kossatz. Im Rahmen des Theaters Lilarum habe ich dann auch einige Kasperlstücke für den ORF verfasst. Es ist in dieser Zeit eine enge und sehr fruchtbringende Zusammenarbeit mit Traude entstanden, sowohl im Rahmen des festen Hauses, wie auch im Rahmen der neu geschaffenen Wanderbühne des Theater Lilarum. Unter anderem sind da auch schon einige Male meine Stücke "Die Entengans" und das Kasperlstück "Der Farbenkönig" mit einer etwa vier Meter hohen Puppe aufgeführt worden, so zum Beispiel beim Puppentheaterfestival in Herzogenburg 1984.

Ferdinand Resch, "NEUE PUPPENBÜHNE ferdinand resch"
Ferdinand Resch, "NEUE PUPPENBÜHNE ferdinand resch", 1985

1985 konnte ich das Material der Wanderbühne für eigene Zwecke mitnehmen und habe in diesem Jahr eine eigene Wanderbühne mit dem Namen "NEUE-PUPPENBÜHNE-ferdinand-resch" mit der ersten Eigenproduktion "Das Zottelmammut" gegründet. Die künstlerische Leitung hatte ich inne, die Organisation meine damalige Frau Susanne. Innerhalb dieser Bühne sollten neben eigenen Kasperlproduktionen auch neue Produktionen mit mir als Gärtner vor der Bühne und meinem Puppenhund Waldi, aber ohne Kasperl gespielt werden. 1986 ist dann meine Tochter Hanna und 1989 mein Sohn Florian zur Welt gekommen und ich habe auch durch meine Kinder viel Zugang zum Spielen mit Puppen von Kindern und für Kinder gewonnen. Bereits im ersten vollen Spieljahr 1986 sind wir an verschiedenen Spielorten etwa 100 mal aufgetreten, wir haben dann in weiteren Jahren bis zu 250 mal pro Jahr gespielt. Schon bald habe ich die Kasperlstücke aufgegeben, weil wir fast nur mehr mit unseren Gärtnerstücken eingeladen wurden und weil mir bei diesen Stücken das pädagogische Konzept kindgerechter war. Nach und nach sind dann eine Reihe von Stücken, immer Eigenproduktionen aus meiner Feder für zwei Spieler, entstanden. Dies war nur dadurch möglich, weil über die Jahre neben meiner ebenfalls mit mir spielenden Frau Susanne, auch eine Reihe von Spielerinnen und Spielern vorzüglich mitgewirkt haben.

Ruth Zauner & Ferdinand Resch, Puppenbühne "BÜHNE ferdinand RESCH"  im Zeughaus, 2012, Lindau
Ruth Zauner & Ferdinand Resch, "BÜHNE ferdinand RESCH" im Zeughaus, 2012, Lindau

Der ausschließliche Betrieb der Bühne in Österreich war bis April 2009, wir hatten bis dahin mehr als dreitausend Mal bei verschiedenen Veranstaltern gespielt. Im Juli 2009 bin ich nach Lindau am Bodensee in Bayern umgezogen und setze von hier aus ab April 2010 den Betrieb der Puppenbühne unter dem neuen Namen "PUPPENBÜHNE Ferdinand Resch & Ruth Zauner" fort. Dies war und ist dadurch möglich geworden, weil ich mit Ruth Zauner aus Lindau eine nahe Freundin und kongeniale Partnerin gefunden habe. Wir haben bis jetzt mit Erfolg bereits eine Reihe von Vorstellungen in Bayern, Baden-Württemberg und Vorarlberg, unter Anderem zwei Mal im Lindauer Zeughaus, aber auch 2011 während einer größeren Tournee im Raume Wiens gespielt. Zu den vorhandenen und bewährten Stücken soll in nächster Zeit ein neues Format mit neuen Produktionen entstehen, nämlich Erzähltheater verbunden mit Schauspiel und Puppenspiel, aber frei ohne Bühne. Das wäre zumindestens mein Traum.

 

Ferdinand Resch